Konditionen bei Tagesgeld-Angeboten
Was wird unter dem Begriff Konditionen zusammengefasst?
Der Begriff Konditionen umfasst im Bereich der Tagesgeldanlage alle Merkmale und Voraussetzungen rund um die Geldanlage. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist mit dem Begriff Konditionen meist der Zinssatz gemeint, der auf das Anlageprodukt gewährt wird – tatsächlich gehört aber viel mehr dazu. Als Konditionen werden der gewährte Zinssatz, die Zinsberechnungsmethode sowie der Zeitpunkt der Zinsgutschrift bezeichnet. Außerdem gehören zu den Tagesgeldkonditionen auch die anfallenden Gebühren, beispielsweise für eine Kontoeröffnung oder -führung, und Voraussetzungen wie eine Mindest- oder Maximaleinlage. Um bei der Geldanlage das gewünschte Ziel, also die anvisierte Rendite zu erreichen, ist es wichtig, die Konditionen genau gegeneinander abzuwägen. Vergleichen Sie deshalb neben dem Zinssatz auch alle anderen Konditionen, bevor Sie sich für ein Anlagemodell entscheiden.
Die Zinsen sind eine der wichtigsten Tagesgeldkonditionen
Die Höhe der auf das Tagesgeld gewährten Zinsen ist ein entscheidendes Argument für oder gegen ein Tagesgeld-Angebot – dieser Kondition wird meist die größte Aufmerksamkeit zuteil. In der Regel richtet sich die Höhe der Zinsen nach dem aktuellen Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Erhöhung des Leitzinses wird bei einem robusten Wirtschaftswachstum vorgenommen, um die Gefahr einer Inflation einzudämmen. Kreditnehmer müssen, wenn die Banken ihre Zinsen dem Leitzins angepasst haben, damit rechnen, mehr Zinsen auf das geliehene Geld zu bezahlen. Sparer hingegen können sich über mehr Zinsen für ihr Sparguthaben freuen. Leitzinssenkungen werden vorgenommen, um Kredite zu verbilligen und damit die Wirtschaft anzukurbeln – Kreditnehmer können sich freuen, Sparer dagegen erzielen für ihr Erspartes nun weniger Zinsen. Neben der Höhe der Zinsen gehört aber auch die Zinsberechnungsmethode zu den wichtigen Konditionen für Tagesgeld. In Deutschland ist die tagesgenaue Zinsberechungsmethode das gängige Verfahren. Das bedeutet, dass das Jahr mit der Anzahl der tatsächlichen Tage gerechnet wird, also etwa auch Schaltjahre berücksichtigt werden.
Beachten Sie auch die Konditionen rund um die Kontoführung
Neben den Zinskonditionen sind auch die Konditionen rund um die Kontoführung bei der Wahl des richtigen Tagesgeldanbieters wichtig. Fragen, die hier beantwortet werden sollten, sind unter anderem: Entstehen Gebühren für die Kontoeröffnung oder die Kontoführung? Gibt es kostengünstige Alternativen, beispielsweise Online-Konten? Besonders das Angebot von Onlinebanken kann in Sachen Konto-Konditionen interessant sein – viele der Banken bieten kostenfreie Tagesgeldkonten an. Hier sind das Eröffnen und das Führen des Kontos gebührenfrei. Auch das für das Tagesgeld wichtige Referenzkonto kann online als kostenloses Girokonto geführt werden. Auch wenn es sich bei Kontoführungsgebühren um kleine Beträge handelt, so schmälern sie doch die erzielte Rendite Ihres Tagesgeldes. Daher der Tipp: Auch die Konditionen für die Kontoführung im Auge behalten, um eine maximale Rendite aus dem Tagesgeld herauszuholen. Auch das Einrichten von Sparplänen, nach denen zu einem festgelegten Zeitpunkt Geld von Ihrem Referenzkonto auf das Tagesgeld Konto transferiert wird, sollten kostenfrei sein. Sie sollten die Möglichkeit haben, zwischen einer aktiven Überweisung oder dem Lastschriftverfahren zu wählen. Achten Sie neben eventuell anfallenden Gebühren aber auch auf das “Kleingedruckte”. Banken, mit transparenten Konditionen, die auf unzählige Zusatzkonditionen und Ausnahmeregelungen verzichten, sollten bei der Wahl des richtigen Anbieters bevorzugt werden.
