Gute Zinsen gibt es auch bei so manchem Kreditkartenkonto
Wer momentan sein Geld gut anlegen will, hat die Qual der Wahl. Zahlreiche Banken, vor allem die Direktbanken, bieten gute Konditionen bei Tages- oder Festgeld an. Einige zahlen sogar Zinsen auf ein Kreditkartenkonto.
Im Zeitalter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist ein Kreditkartenkonto die normalste Sache von der Welt. Doch bevor man eines eröffnet, sollte man genau hinschauen, denn die Konditionen sind äußerst unterschiedlich. So bietet beispielsweise die DAB-Bank ihren Kontoinhabern einen First-Class-Service-Zugang am Flughafen und Rabatt bei Mietwagen, verlangt dafür aber 200 Euro Gebühren jährlich. Andere wiederum sind gebührenfrei und zahlen sogar noch Guthabenzinsen, wie etwa die schwedische Ikano-Bank, die aktuell 2,41 Prozent Zinsen auf vorhandenes Kapital auf Kreditkartenkonten zahlt. Damit ist sie sogar besser als zahlreiche Geldhäuser, die selbst für angelegtes Tagesgeld weniger zahlen.
Aufgrund der guten Angebote für das Kreditkartenkonto sehen einige Anleger in dieser Geldanlageform mittlerweile eine echte Alternative zum Tagesgeld. So verlockend die Angebote aber auch sein mögen, festhalten kann man dennoch: Der Spitzenzinssatz der Bank of Scotland mit 2,6 Prozent auf das Tagesgeldkonto kann auch mit einem Kreditkartenkonto nicht geschlagen werden. Zudem gibt es auch Nachteile, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen: So sind beispielsweise Interessenten mit einer schlechten Bonität generell davon ausgeschlossen, ein solches Konto eröffnen zu können. Auch beachten sollten Anleger immer: Die Kreditwürdigkeit von ansonsten sehr solventen Kunden kann bei zu vielen Konten leiden.
Der große Unterschied zwischen einem Tagesgeldkonto und einem Kreditkartenkonto ist nämlich der, dass Letzteres der Schufa (Schutzgemeinschaft für das Kreditwesen) gemeldet werden muss. Für Tagesgeldkonten gilt das nicht. Hat man neben dem Girokonto mehrere Kreditkartenkonten, ist das für viele Banken schon ein Hinweis, dass der Inhaber unter Zahlungsschwierigkeiten leiden könnte. Schon vier bis fünf solcher sogenannter Zahlungsverkehrskonten werden als Indiz dafür angesehen. Dasselbe gilt für Konten, die kurz nach der Einrichtung schnell wieder geschlossen werden. Eine passable Alternative bietet da nur das Kartensparbuch an, das allerdings meisten mit Kündigungsfristen verbunden ist.

